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FC Donebach & „ Dumbocher Turmspatze“
Prunksitzung in Donebach
(sis) Das Versprechen, das sie sich mit ihrem Motto gegeben
haben, haben die Dumbocher Turmspatzen bei ihren beiden sehr gut
besuchten Prunksitzungen gehalten: „Mir bringe es no hi, a ohne KI!“
Schon seit 1988 wird in diesem kleinen Ort organisiert Faschnacht
gefeiert, handgemacht und originell. „Gründungslokal“ war einst das
Wohnzimmer der Familie Schnetz. Daran erinnerte Norbert „Betschen“
Schnetz, der dieses Jahr ob seiner großen Verdienste zum „Ehrenspatz“
ernannt wurde.

Als er für 25 Jahre Siebenerrat, zehn Jahre Sitzungspräsident und
glockenschwingender Ausscheller auf die Bühne gerufen wurde, lief das
Programm schon auf vollen Touren. Wie immer hatte das „Duo Banal“
musikalisch bereits für die richtige Stimmung gesorgt, als der
Siebenerrat einzog. Nathalie „Natsche“ Frank begrüßte mit Alex „Willy“
Walz gendergerecht das Publikum, bevor das Prinzenpaar das Spatzennest
betrat. Max und Vanessa heißt das adrette Paar; während er waschechter
Dumbocher ist und seinen Schwestern nacheifert, die beide schon
Prinzessinnen waren, ist seine Vanessa eine echte Saarländerin. Eine
absolute Premiere, die von angereisten Freunden und Familie auch
gebührend und lautstark gefeiert wurde. Prinz Max warb dann auch,
ausgehend von seiner eigenen „Erfolgsgeschichte“, für ähnliche Liaisonen:
„Macht später in der Bar die Auche uff un macht mit dene hübsche
Saarländerinnen schö eener druff!“ Übersetzen musste er den charmanten
saarländischen Dialekt seiner Freundin übrigens nicht, die – zufällig? -
in FCD-grün gekleidet war. Was nicht nur Vorstand Johannes Schnetz sehr
positiv auffiel. Der übergab den Sportheim-Schlüssel nur zu gern an das
Bilderbuch-Prinzenpaar.

Der erste Tanz war den Turmspatze Kids vorbehalten. Mädels im Alter von
4 bis 13 waren auf gefährlicher Safari und trafen dabei allerhand wilde
Tiere einschließlich eines kleinen männlichen Löwens. Trainiert wurden
die kids von Antonia Schölch, Anastasia Coates und Leni Schnetz. Dann
wurden die Gastabordnungen auf die Bühne gebeten und mit allen gab es
einen freundschaftlichen Schlagabtausch. Unter anderen machte Pfarrer
Reith am Freitag seinen sympathischen Antrittsbesuch, am Samstag war
erstmals auch das Mudauer Prinzenpaar bei ihrer Abordnung dabei.
Limbach, Reisenbach, Hettingen, Trienz, Seckach, Eubigheim, Scheidental,
Mudau und natürlich die Heimat der Prinzessin waren vertreten.
Ortsvorsteher und Siebenerrat Jochen Walz grüßte als Insider und
Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger freute sich auf einen entspannten
Abend: „Ich hab ja nix angestellt.“ Ein Trugschluss, wie sich später
herausstellen sollte….

Die Garde Blau weiße Funken aus Trienz bestätigte akkurat und
schwungvoll den Fans von Gardetänzen, warum diese „Urform“ so beliebt
ist. Genau wie sie ist auch Tami Linder alias Erna Vogel von den
Borkemer Wüscheli keine Unbekannte auf der Donebacher Bühne. Einmal mehr
plauderte sie durchaus deftig über das Leben einer Frau, die mit der
Hüfte, der Figur, dem Ehemann und auch der eigenen Stimme nicht so ganz
im Reinen ist. Der Tanz „Geht ins Ohr, bleibt im Kopf – das
Schlotfegerradio“ der Schautanzgruppe der Seggemer Schlotfeger machte
den Auftakt einer ganzen Reihe von phantasievollen Schautänzen, die mit
tollen Kostümen, aufwändigen Choreografien und tollen Tänzerinnen
punkteten. Hier reihten sich „Die Königinnen des Wasserteichs“ aus
Bödigheim (mit 26 Tänzerinnen!), die Mädels der KG Wulle-Wack Limbach
mit „Im Rhythmus der Zeit“, die Schautänzerinnen aus Mudau mit toller
Rock´n-Roll Musik zur „Jukebox-drop the coin, feel the beat“ und die
altbekannte „Power Gang“ in neuer Besetzung, die sich grell-bunt Aerobic
zum Thema gemacht hatte und von Marie-Claire Dietrich trainiert wurde.
Rustikaler und noch mehr von Akrobatik geprägt zeigten sich die Männer
der „Piratenbande“ aus Altheim mit ihren Abenteuern auf hoher See.

Noch vor der Pause gab Alex „Willy“ Walz lautstark die „Bekannt-Machung“
heraus, nach der Norbert „Betschen“ künftig mit „Ehrenspatz“
angesprochen werden darf. Und danach erzielte Andreas Poser von den LuVö
Schweinberg mit minimalen Mitteln maximale Wirkung. Seine Witze waren
allgemein verständlich, während der Auftritt des Milchhäusle Donebach
einmal mehr Insiderkenntnisse voraussetzte. Dass beim eins zu eins
nachgespielten Vorbereitungstreffen für den Auftritt bei der
Prunksitzung auch nach letztlich 40 Minuten nichts Produktives
herausgekommen ist - „bis jetzt hämmer no genau…gar nix“ – verwunderte
bei einigen der Dialoge nicht wirklich. Nach diesem Blick ins
Eingemachte ging es zum Höhepunkt der diesjährigen Sitzung: Dem Auftritt
der beiden Tagesschausprecher Sebastian „Sobo“ Schnetz und seinem Bruder
Johannes Schnetz. Sie traten in die Fußstapfen von Dieter Rögner, der
viele Jahr lang mit ihrem Vater diese Traditionsnummer verkörperte. Die
Texte hatte Alex „Willy“ Walz geschrieben und was bei diesen seriös
vorgetragenen „Nachrichten aus Dumboch, Mörschend, Ünglert und dem Rest
der Welt“ ans Tageslicht kam, war nicht ganz so seriös. Aber lustig!
Verfehlungen beim „Kehl´s Heemed-Fescht“, die Schnapsbrennerei in der
„Goldenen Kelle“, die RAL-Farbe 1008070 an den Wänden der „Hörtchen-Törtchen-Wohnung“,
der Dauerbrenner „Rinne“ und die Bekanntschaft eines Siebenerrates mit
dem „Mann mit dem Hammer“ kamen gnadenlos an die Öffentlichkeit. Ebenso
wie die missglückten Radfahrten des Bürgermeisters, der sich über die
Übergabe von zwei „Stürz-Rädern“ freuen durfte. Dankesworte an alle, die
zum Gelingen der beiden Abende beigetragen hatten, beschlossen die
diesjährige Prunksitzung.
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FC Donebach & „ Dumbocher Turmspatze“
Motto: „Mir bringe`s no hie, a ohne
KI”
Laut schellend bahnte sich
der 7er-Rat einen Weg durch das
Donebacher Sportheim und verwandelte
es ins „Dumbocher Spatzennest“.
Denn wie es schon im Spatzenlied so schön tituliert ist:
„Turmspatz, lieber kleener Turmspatz,
wenn der kleene Spatz net wäre,
dann wäre die Faschenacht so leer“.
Das leuchtete jedem im Saal ein
und für diese „Bekannt-Machung!“
unterbrach man schon traditionell
gerne die örtliche Kerweveranstaltung.

Das neue Prinzenpaar,
seine Tollität Prinz Markus der Erste aus Dumboch
sowie Ihre Lieblichkeit Prinzessin Vanessa die Erste aus em Saarland

wurde vorgestellt.
Mit der Wahl war nicht nur der 7er-Rat zufrieden,
sondern dem Beifall nach auch das Publikum im Spatzennest.
Und um die neue „Regentschaft“ auch ordentlich zu verpflichten,
wurden sie mit Spatzenwasser, Schunkelliedern und viel Beifall sofort
vereidigt.

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